WoO 148: So oder so, песня для голоса и фортепиано

Время создания: лето 1816(?)-1817(?)

Written in 1817, Beethoven's "So oder so" ("So or So") was first printed in the Wiener Zeitschrift für Kunst, vol. 2, of 1817. The song was also published singly by Simrock in the same year. Occasionally, the song is referred to as "Nord oder Süd" ("North or South") after its opening line.

Few recordings include all six of Carl Lappe's strophes, but most feature at least the first and last. The first strophe tells us that, as long as the soul is strong, the cold of the north can only strengthen us. Further strophes give similar lessons: Where we live is not important, for happiness comes from within. Whether we are rich or poor does not matter; those who truly enjoy what they have are happy. Pale skin is not a sign of lifelessness, for energy shines through the eyes. Age does not mean anything if the spirit is fresh.

Featuring a meter of 6/8 and in F Major, "So oder so" is in simple strophic form-each strophe is set to the same music. The skillfully crafted melody reaches a high point on F natural at the middle of the strophe and descends to an F an octave lower just before the end, only to have the entire range of the melody encompassed in the last few words. As he does in An die ferne Geliebte, Beethoven relaxes the tensions of the classical style by emphasizing the subdominant instead of the dominant (the harmony four steps above the tonic versus that five steps above), especially at the sustained B-Flat-major chord near the end of each strophe, just before the return of the opening line.

(John Palmer, Rovi)

Текст (автор текста: Karl Gottlieb Lappe, 1773-1843)

Nord oder Süd! Wenn nur im warmen Busen

Nord oder Süd! Wenn nur im warmen Busen
Ein Heiligtum der Schönheit und der Musen,
Ein götterreicher Himmel blüht!
Nur Geistes Armut kann der Winter morden:
Kraft fügt zu Kraft, und Glanz zu Glanz der Norden.
Nord oder Süd! Wenn nur die Seele glüht!

Stadt oder Land! Nur nicht zu eng die Räume,
Ein wenig Himmel, etwas grün der Bäume,
Zum Schatten vor dem Sonnenbrand.
Nicht an das ,,Wo`` ward Seligkeit gebunden;
Wer hat das Glück schon ausser sich gefunden!
Stadt oder Land! Die Außenwelt ist Tand!

Arm oder reich! Sei's Pfirsich oder Pflaume,
Wir pflücken ungleich von des Lebens Baume,
Dir zollt der Ast, mir nur der Zweig.
Mein leichtes Mahl wiegt darum nicht geringe;
Lust am Genuß bestimmt den Wert der Dinge.
Arm oder reich! Die Glücklichen sind reich!

Blaß oder rot! Nur auf den bleichen Wangen
Sehnsucht und Liebe, Zürnen und Erbangen,
Gefühl und Trost für fremde Not.
Es strahlt der Geist nicht aus des Blutes Welle,
Ein andrer Spiegel brennt in Sonnenhelle,
Blaß oder rot! Nur nicht das Auge tot!

Jung oder alt! Was kümmern uns die Jahre?
Der Geist ist frisch, doch Schelme sind die Haare;
Auch mir ergraut das Haar zu bald.
Doch eilt nur Locken, glänzend euch zu färben,
Es ist nicht Schade, Silber zu erwerben.
Jung oder alt! Doch erst im Grabe kalt!

Schlaf oder Tod! Willkommen, Zwillingsbrüder!
Der Tag ist hin, ihr zieht die Wimper nieder.
Traum ist der Erde Glück und Not.
Zu kurzer Tag! zu schnell verrauscht das Leben!
Warum so schön und doch so rasch verschweben?
Schlaf oder Tod! Hell strahlt das Morgenrot!

Сочинения на тот же текст:
August Mayer, "So oder so", опубликовано в 1818/19, из Sechs Lieder für eine Baßstimme mit Begleitung des Pianoforte, no. 1, Leipzig: Im Bureau de Musique von C. F. Peters
Robert Schumann, "Nord oder Süd", op. 59 no. 1 (1846), из Vier Gesänge für gemischten Chor, no. 1.